Das Konzept des mobilen Einkaufens ist doch ziemlich universell, oder? Vor dem Kauf in einem Geschäft die Bewertungen prüfen. Durchstöbern von Marken auf Instagram. Und natürlich auch Impulskäufe unterwegs. Aber nur, weil die Kunden mobil bei Ihnen einkaufen können, heißt das noch lange nicht, dass Ihr Online Shop optimiert ist. Bei weitem nicht. Im Folgenden haben wir aufgeschlüsselt, warum Marken dem mobilen Handel Priorität einräumen müssen und wie Sie ein besseres Kundenerlebnis schaffen können.
Was ist mobiler Handel?
Mobile Commerce (auch als “mcommerce” oder “m-commerce” bezeichnet) ist ein Zweig des E-Commerce, der alle Transaktionen umfasst, die über ein mobiles Gerät abgewickelt werden.
Neben dem direkten Einkauf gehören zu den Aktivitäten, die mit dem mobilen Handel in Verbindung gebracht werden, auch die Nutzung von mobiler Werbung, die Kommunikation mit Vertriebsmitarbeitern über das Smartphone und die Recherche von Marken auf einem mobilen Gerät.
Der anhaltende Boom des mobilen Handels geht Hand in Hand mit dem Wachstum des Multichannel-Marketings. Marken mit einer starken mobilen Präsenz können Kunden überall und jederzeit erreichen.
Da Verbraucher ständig und überall an ihren Handys kleben, ist die Optimierung des Smartphone-Einkaufsprozesses ein Muss für moderne Marken.
Beispiele für mobilen Handel
Beim mobilen Handel geht es um mehr als nur darum, mit dem Handy einzukaufen. Die breitere Definition des mobilen Handels umfasst alle Kaufaktivitäten, die über eine App oder einen mobilen Browser getätigt werden. Dazu gehören:
- In-App-Käufe
- Mobile Browser-Transaktionen
- Social Commerce: Suche nach oder Kauf von Produkten direkt über soziale Medien oder Social-Media-Anzeigen (siehe unten)
- Livestream-Shopping: Einkäufe durch Echtzeit-Streaming über Amazon, Facebook oder Instagram
- AR-Shopping: Verwendung von Kamera-Apps zur Vorschau von Produkten in virtuellen Räumen (z. B. die IKEA-App für Möbel oder die EyeBuyDirect-App zum virtuellen Anprobieren von Brillen)
- Conversational Commerce: Abschluss von Transaktionen mit Hilfe von mobilen Mitarbeitern (über Chat-Apps oder soziale Medien)

Die Vorteile des mobilen Handels
Die Vorteile des mobilen Handels sind für Verbraucher und Marken gleichermaßen vorhanden. Im Folgenden haben wir einige der wichtigsten Vorteile aufgeschlüsselt, die es zu beachten gilt.
Für Verbraucher
- Bequemlichkeit: Das ist der wichtigste Punkt. Die Möglichkeit, Einkäufe von überall aus zu tätigen und nicht an einen Schreibtisch oder an traditionelle Geschäftszeiten gebunden zu sein, spricht für sich selbst.
- Unmittelbarkeit: Wenn Sie es sehen, können Sie es kaufen. Zeitkritische Transaktionen wie Notkäufe, Last-Minute-Käufe und Blitzverkäufe können in Sekundenschnelle abgeschlossen werden.
- Neue Marken: Kurz gesagt, der mobile Handel bietet den Verbrauchern eine schnelle und zeitnahe Möglichkeit, Produkte zu recherchieren und Marken für spätere Käufe vorzumerken.
Für Marken
- Weniger Hindernisse und weniger Gelegenheiten für Kunden, den Kauf abzubrechen. Der mobile Handel fördert und nutzt den Wunsch der Verbraucher, so schnell wie möglich zu kaufen. Dies führt letztendlich zu einer schnelleren Customer Journey.
- Mobile macht es den Käufern leichter, ihre Einkäufe zu teilen. Von Erwähnungen in den sozialen Medien bis hin zu Foto-Tags auf Instagram — Smartphones ermöglichen es den Kunden, ihre Lieblingsmarken mit weniger Aufwand mit der Welt zu teilen.
- Daten! Es gibt so viel zu lernen über das Kundenverhalten im mobilen Handel. Wann sind Ihre mobilen Kunden zum Beispiel am aktivsten? Auf welchen Artikeln und Seiten verbringen sie die meiste Zeit?
Wie funktioniert mobiler Handel?
Und was genau unterscheidet ihn von, sagen wir, Desktop-Shopping?
Eine kundenfreundliche Customer Journey von Anfang bis Ende
Beim Einkaufen mit dem Smartphone gilt das Motto “weniger ist mehr”.
Marken haben die Aufgabe, Transaktionen zu fördern. Außerdem müssen Marken so viele Informationen und Kundenaktionen wie möglich am Anfang platzieren. Je mehr der Kunde scrollen muss, desto eher bricht er den Kauf ab.
Ihr Ziel sollte es sein, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen und alle dringenden Fragen zu beantworten. Das kann umgesetzt werden durch:
- Hervorhebung von Bestsellern und positiven Bewertungen sowohl auf Kategorie- als auch auf Produktseiten
- Mehrfache Erinnerung der Kunden an den Mindestbestellwert, den sie erreichen müssen, um kostenlosen Versand zu erhalten
- Klare Schaltflächen und Handlungsaufforderungen, insbesondere während der Bestellübersicht und der Kaufabwicklung
Nahtloses Einkaufen über soziale Medien
Die Verbraucher gewöhnen sich immer mehr an das Konzept, Einkäufe über die sozialen Medien zu tätigen.
Zu den “Do’s” für Social-Media-Shops gehören:
- Kennzeichnung von Produkten in Fotos, ohne dabei Stilpunkte zu opfern oder zu aufdringlich zu sein
- Ein direkter Link von ihrem Instagram-Shop zu ihrem E-Commerce-Shop
- Konsistentes Branding von Instagram bis zu den Produktseiten auf der Website (einschließlich Bildmaterial)

Online Shops für den mobilen Handel optimieren
Trotz der Beliebtheit des Smartphone-Einkaufs sollten Sie nicht vergessen, dass mobile Einkäufe nicht zufällig getätigt werden. Marken müssen gezielte Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass sie ihre mobilen Kunden nicht vergraulen.
Lassen Sie uns einige umsetzbare Änderungen und Verbesserungen betrachten, die für ein besseres mobiles Einkaufserlebnis in Betracht gezogen werden sollten:
1. Nutzen Sie Homepage-Baukästen
Der allererste Schritt zu einem optimierten mobilen Online Shop, ist der richtige Website-Anbieter. Homepage Baukästen sind eine unkomplizierte Möglichkeit, Ihre Webseite auf dem Desktop und Smartphone mit wenigen Klicks zu verwalten.
Die meisten Anbieter optimieren Layout und Customer Journey automatisch und geben Ihnen hilfreiche Tipps zur Verbesserung Ihres Inhaltes. Wählen Sie Ihren Favoriten aus den aktuell besten Anbietern:
2. Verbessern Sie die mobile UX und die Ladegeschwindigkeit der Website
Eine langsame Website-Geschwindigkeit ist nachweislich ein Konversionskiller. Viele Websites für mobile Endgeräte sind ein einziges Geduldsspiel.
Von verschwindenden Menüs bis hin zu überfüllten Produktseiten — wenn Sie Ihre Website nicht unter die Lupe genommen haben, können Sie die Feinheiten der UX leicht übersehen. Hier sind einige grundlegende UX-Tipps von Google, die Sie berücksichtigen sollten, darunter:
- Hervorhebung der wichtigsten Produktkategorien auf Ihrer Homepage
- Einbindung einer Suchleiste auf der Startseite
- Implementierung von Dropdown-Menüs
- Keine versteckten Produktbeschreibungen

3. Vereinfachen Sie den Bestellvorgang
Weniger ist mehr. Je weniger Kopfzerbrechen und Engpässe Sie während des Bestellvorgangs haben, desto besser. Für den Anfang sollten Sie:
- weniger Formularfelder für die Erfassung von Kundeninformationen vorsehen
- die Anzahl der Bestätigungsbildschirme zwischen dem Hinzufügen eines Produkts zum Warenkorb und dem Abschluss des Kaufs reduzieren
- Benutzern die Möglichkeit geben, mit einem Gastkonto zur Kasse zu gehen
- so viele Zahlungsoptionen wie möglich akzeptieren
- die Versandkosten vor der Kaufabwicklung klar und deutlich machen.
Zum Beispiel ist die Notwendigkeit, ein neues Konto anzulegen, einer der häufigsten Gründe für den Abbruch des Kaufvorgangs (an zweiter Stelle nach den überraschenden Lieferkosten).
4. Priorisieren Sie den Verkauf über Social Media
Instagram und Facebook Shops. Soziale Anzeigen. Produktzentrierte Inhalte. Wie bereits erwähnt, setzen Unternehmen aller Größenordnungen auf den Verkauf über soziale Plattformen.
Auch beim mobilen Handel geht es darum, Kunden jederzeit und überall zu erreichen.
Über soziale Medien können Sie eine ganz neue Möglichkeit schaffen, an ein Publikum zu verkaufen, das bereits mit Ihnen vertraut ist. Dies ist eine exzellente Gelegenheit, um den Umsatz und die Kundenzufriedenheit zu steigern.
Fazit
Sind Sie auf die Zukunft des mobilen Geschäftsverkehrs vorbereitet? Das mobile Einkaufen wird immer beliebter.
Alle Indikatoren aus der E-Commerce-Forschung und dem Verbraucherverhalten deuten darauf hin, dass es mit dem mobilen Handel nur bergauf gehen kann. Je früher Sie einsteigen und Ihr Geschäft optimieren, desto besser.
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